Demenzkonzept

Ca. 65% unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind demenziell erkrankt. Die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter aller Pflegegruppen haben die fachlichen Voraussetzungen um Demenzkranke zu pflegen. Ergänzend haben wir 1999/2000 den Umbau genutzt, eine Wohngruppe speziell für demenzkranke Bewohnerinnen und Bewohner einzurichten. Die durch Zusatzausbildungen qualifizierten Fachkräfte sorgen für eine optimale Betreuung. Angehörige werden eng in das individuell zu erstellende Betreuungskonzept eingebunden. Die Wohngruppe bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern eine überschaubare Lebenswelt. Die Konzeption hat zum Ziel, die Realität der Menschen mit Demenz ernst zu nehmen und zu akzeptieren und damit adäquat auf ihre Gefühle und Bedürfnisse einzugehen. Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Methoden:

Beziehungsgestaltung und Kommunikation

7Beziehung.jpgDenkfähigkeit und Gedächtnis lassen nach - das Empfinden von Gefühlen bleibt jedoch erhalten.
Die Beziehungsgestaltung und Kommunikation müssen deshalb von Echtheit und Wärme geprägt sein.
Wo Worte immer mehr an Bedeutung verlieren, wird das Verstehen und Einsetzen von Körpersprache wichtiger. Das kann mit einem freundlichen Lächeln oder durch das Halten der Hand geschehen.

Validation

Validation bedeutet, sich in die Welt des Demenzkranken einzufühlen. Validation ist der Versuch, die Gefühle hinter einem oft unverständlichen Verhalten zu erkennen.

Biographiearbeit

Wie definieren unser Personsein nicht zuletzt über das, was wir erreicht und 7Biographiebogen.jpgerlebt haben. Eine demenzielle Erkrankung nimmt den Betroffenen nach und nach ihre Erinnerungen und damit das Bewusstsein dafür, wer sie sind. Da ist es um so wichtiger, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflegegruppe wissen, was die Menschen die sie betreuen früher kennzeichnete und prägte. Indem sie auf individuelle Gewohnheiten und Verhaltensmuster eingehen, stärken sie gleichzeitig die persönliche Identität und das Selbstwertgefühl der Betroffenen.

Milieutherapie

Milieutherapie bedeutet die Gestaltung 7Wohnzimmer2.jpgeines Umfelds und einer Atmosphäre, die den dementen Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Neben der beschriebenen Beziehungsgestaltung wird dies durch die Strukturierung der räumlichen Umgebung erreicht. Dazu zählt der Rundweg innerhalb der Wohngruppe und dem angrenzenden Garten sowie die Sofasitzgruppe, die zum Verweilen und Beieinander-Sein einlädt.

News

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